Was diese Rede leisten kann
Eine Trauerfeier nach einem Suizid ist für alle schwer. Die Familie trägt Fragen, auf die es oft keine Antwort gibt. Freunde wissen nicht, was sie sagen sollen. Eine Rede kann diese Last nicht nehmen. Sie kann für eine Viertelstunde den Blick auf das Leben richten: auf das, was dieser Mensch gern getan hat, worüber er gelacht hat, was ihn ausgemacht hat.
Was hilft:
- Die Entscheidung der Familie achten. Ob der Tod benannt wird, bestimmen die engsten Angehörigen.
- Wenn er benannt wird, dann schlicht. Ein Satz genügt, ohne Einzelheiten zum Wie.
- Vom Leben erzählen. Eine oder zwei Geschichten, die zeigen, wer er war.
- Ruhig bleiben im Ton. Kein Humor, auch wenn er zum Menschen gehörte, und keine großen Worte.
Was Sie weglassen: jede Beschreibung des Todes, Vermutungen über Gründe, Sätze über Schuld, Deutungen.
Ein kurzes Beispiel einer Schwester
Beispiel für eine erfundene Person, mit KI erstellt und von uns überarbeitet. Der Tod wird nicht erwähnt. Etwa anderthalb Minuten bei ruhigem Tempo.
Liebe Mama, liebe Freunde von Daniel.
Daniel war mein großer Bruder. ‖ Er hat mir das Radfahren beigebracht, auf dem Parkplatz hinter der Turnhalle, an einem einzigen Nachmittag. Er ist neben mir hergelaufen, die Hand am Gepäckträger. Irgendwann hat er losgelassen und es mir erst gesagt, als ich schon um die Ecke war.
Daniel konnte jedes Gerät reparieren. Toaster, Fahrräder, das alte Radio von Opa. Er hat nie eine Anleitung gelesen. ‖ Er hat es auseinandergenommen und so lange angesehen, bis er es verstanden hat.
Er hat Musik gemacht, nachts, mit Kopfhörern, damit niemand aufwacht. Manchmal hat er mir am Morgen etwas vorgespielt.
Daniel, du hast mir gezeigt, wie man weiterfährt, wenn keiner mehr festhält. ‖ Ich übe noch.
Wir vermissen dich.
Die Rede bleibt bei drei Bildern aus seinem Leben. Sie stellt keine Fragen und gibt keine Antworten.
Wie unser Programm damit umgeht
Im Formular wählen Sie beim Todesumstand, ob der Tod vorkommen soll. Bei einem Suizid entscheiden Sie zusätzlich: „In keinem Text erwähnen“ oder „In der Rede behutsam benennen, ohne Einzelheiten“. Auch im zweiten Fall steht der Suizid nie in der Traueranzeige und nie im Nachruf. Das Programm schreibt in einem behutsamen Modus, ohne Humor, ohne Fragen nach Gründen oder Schuld und ohne Deutung des Todes. Jede Rede in diesem Modus prüft ein zweites Sprachmodell Satz für Satz darauf, ob sie jemanden verletzen kann. In der Liefermail stehen Hilfsangebote für Angehörige.
Wenn es Ihnen hilft, die Worte nicht allein finden zu müssen, können Sie von dem Menschen erzählen, den Sie verloren haben. Die Rede ist in der Regel nach etwa einer Stunde fertig, und eine Überarbeitung ist im Preis enthalten.
Das Bestellformular wird geladen.
Hilfe für Angehörige
Wenn Sie in diesen Tagen mit jemandem sprechen möchten: Die TelefonSeelsorge ist kostenfrei und rund um die Uhr erreichbar unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123. Der Verein AGUS (Angehörige um Suizid) vermittelt Selbsthilfegruppen und Beratung für Hinterbliebene: agus-selbsthilfe.de.
Ein weiteres Beispiel für einen Bruder finden Sie unter Trauerrede für Bruder oder Schwester, Hinweise für andere plötzliche Todesfälle unter Trauerrede nach einem plötzlichen Tod.
Häufige Fragen
Muss der Suizid in der Trauerrede erwähnt werden?
Nein. Das entscheidet allein die Familie. Manche möchten es offen benennen, weil ohnehin alle davon wissen und das Schweigen schwerer wiegt. Andere erwähnen den Tod gar nicht. Beides ist richtig. Wenn er benannt wird, dann in einem einzigen schlichten Satz, ohne Einzelheiten.
Was sollte man in der Rede nicht sagen?
Keine Einzelheiten zum Tod, keine Vermutungen über Gründe, keine Sätze über Schuld, auch nicht die eigene. Auch Deutungen wie „Jetzt hat er seinen Frieden gefunden“ können Angehörige verletzen und sollten wegbleiben.
Wo finden Angehörige Hilfe?
Die TelefonSeelsorge ist kostenfrei und rund um die Uhr erreichbar: 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123. Für Angehörige nach einem Suizid gibt es den Verein AGUS mit Selbsthilfegruppen in vielen Städten (agus-selbsthilfe.de).
