Was Ihre Rede leistet und was die Kirche leistet
In einer kirchlichen Feier hat jeder Teil seinen Platz. Die Pfarrerin oder der Pfarrer spricht über Tod und Hoffnung aus der Sicht des Glaubens, betet und segnet. Ihre Rede als Angehörige erzählt, wer dieser Mensch war. Wenn der Glaube in seinem Leben eine Rolle gespielt hat, gehört das dazu: der Kirchenchor, das Tischgebet, die Gemeinde. Aussagen, die der Kirche vorbehalten sind, lassen Sie dem Pfarrer.
Ein Aufbau für Ihre Rede:
- Ein Bild zum Anfang, eine Gewohnheit, ein Ort.
- Das Leben in Stationen.
- Was der Glaube für sie oder ihn bedeutete, wenn Sie es wissen. Mit einem Beispiel.
- Eine Geschichte aus der Familie.
- Ein Dank.
Beispielrede, christlich
Beispiel für eine erfundene Person, mit KI erstellt und von uns überarbeitet. Etwa zwei Minuten, evangelisch, der Pfarrer spricht danach.
Liebe Gemeinde, liebe Familie.
Meine Mutter, Margarete Lindner, hat 51 Jahre im Kirchenchor von St. Johannis gesungen. Alt, zweite Reihe, immer derselbe Platz. Wenn sie krank war, blieb der Platz leer. Niemand hat sich dahin gesetzt.
Sie kam 1946 als Kind aus Schlesien nach Lüneburg. Mit ihrer Mutter und einem Rucksack. Sie hat nie viel davon erzählt. Ein Satz kam immer wieder: Wir hatten nichts, aber wir hatten das Gesangbuch. Das Gesangbuch liegt hier vorn. Es ist ganz zerlesen.
Später war sie Krankenschwester im Städtischen Klinikum, 35 Jahre lang, viele davon auf der Kinderstation. Wenn sie nach Hause kam, hat sie oft nichts gesagt. Sie hat sich an den Küchentisch gesetzt und die Hände gefaltet. Ich habe als Kind gedacht, sie ist müde. Heute weiß ich, dass sie gebetet hat. Für die Kinder auf ihrer Station.
Ihr Glaube war leise. Sie hat niemanden bekehrt und niemanden belehrt. Sie hat sonntags gesungen, und montags ist sie wieder zur Arbeit gegangen.
Für ihre Enkel hat sie jedes Jahr zu Weihnachten Butterplätzchen gebacken, nach einem Rezept, das sie nie aufgeschrieben hat. Letztes Jahr hat meine Tochter Sophie neben ihr gestanden und mitgeschrieben. Das Rezept haben wir jetzt.
Ihr Lieblingspsalm war der 23. Sie konnte ihn auswendig. Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. So hat sie gelebt.
Mama, danke. Für alles, was du gesungen hast, und für alles, was du still getan hast.
Der Psalm steht in der Rede, weil er ihr Lieblingspsalm war. Ohne diese Angabe würde unsere Software ihn nicht einsetzen.
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Verse und Lieder
Für Traueranzeige und Liedblatt schlagen wir Bibelverse nach der Lutherbibel 1912 vor, außerdem Liedtexte von Dichtern, die vor mehr als 70 Jahren gestorben sind, etwa „So nimm denn meine Hände“ von Julie Hausmann oder „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius. Neuere Kirchenlieder drucken wir nur mit Titel, weil ihre Texte geschützt sind (§ 64 UrhG).
Weitere Seiten
Wenn ohne Kirche gefeiert wird, lesen Sie freie Trauerrede. Beispiele nach Beziehung gibt es für Mutter, Vater und Opa. Für die Zeitung helfen Traueranzeige Text und Nachruf schreiben, für die Wochen danach die Danksagung.
Häufige Fragen
Darf ich bei einer kirchlichen Trauerfeier selbst sprechen?
Fast immer ja. Sprechen Sie es im Trauergespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin ab. Dort wird auch festgelegt, an welcher Stelle Ihre Rede kommt.
Gehören Gebet und Segen in meine Rede?
Besser nicht. Gebet und Segen spricht in der Regel die Pfarrerin oder der Pfarrer. Ihre Rede erzählt das Leben und darf vom Glauben der verstorbenen Person sprechen, wenn er ihr wichtig war.
Welche Bibelverse passen für die Anzeige?
Häufig gewählt werden Psalm 23, Jesaja 43,1 oder 1. Korinther 13,13. Wir verwenden die Lutherbibel von 1912, weil neuere Übersetzungen urheberrechtlich geschützt sind.
Gibt es einen Unterschied zwischen evangelisch und katholisch?
Für Ihre eigene Rede kaum. Im Formular wählen Sie die Konfession, damit Ablaufplan und Wortwahl passen. Liturgische Teile bleiben in beiden Fällen der Kirche.
